Arlberg-Spezial vom 10.—12.2.2012 mittlerweile ein Selbstläufer
So, das wäre geschafft, eine rechtzeitige Anfahrt verschafft halt immer noch die grösste Sitzplatz-Auswahl im Reisebus. Wie erwünscht, so ergattert, vor der mittleren Bustür. Na also, geht doch… Nanu, haben wir heuer zwei Reisebusse? Jetzt schnell noch den eigenen PKW weggeräumt und dann kann's losgehen...Was, falscher Reisebus? Der andere ist doch total leer! Red' net: aussteigen, umsteigen. Nicht's war's mit dem Wunschplatz...Aber so lernt man neue Teilnehmer kennen, wir sind ja alle Skifahrer.
Mittlerweile hat sich ja die "Arlberg Spezial" zum Selbstläufer entwickelt, was den Zulauf angeht. Gleichwohl auch dabei der Teufel im Detail steckt (unser Konni könnte darüber berichten), Anmeldung, Abmeldung, Ummeldung, manchmal sind die "neuen Medien" mit ihrer Schnelligkeit auch eine Spielwiese ungeahnten Ausmaßes.
Nach dem Pfändertunnel wird's ernst. Wie schaut's aus, kalt soll's sein, aber sonnig. Unser Konni hat schnell noch den Modus mit den Liftkarten erklärt und schon waren wir in Zürs auf dem Busparkplatz. Die Gruppenbildungen laufen mittlerweile von selbst, jeder Deckel findet seinen Topf. Georg, gell, du wartest noch? Ich muss schnell noch zur Toilette. Bleib' aber wirklich hier, genau hier!!
Zürserseelift, Seekopflift, für Arlbergkenner alles bekannte Begriffe. Wir bleiben noch ein bißchen in der Sonne. Mensch, verdammt ist es heute schattig (sprich: saukalt). Trotz der mittlerweile durchgängigen "Bubble-Lifte", die Gesichter wurden dunkelrot und blau, wo ist denn meine Gesichtsmaske?Jetzt fahren wir noch einmal den Muggengrat und dann geht's hinüber nach Lech. Also Mädels, ab Madloch-Joch müsst's eure Ski laufen lassen bis zur kleinen Not-Station, sonst müsst ihr ewig schieben. Ich hab's doch erklärt...LAUFENLASSEN! Aber es ist doch sooo kalt.
Wir fahren jetzt mit der Zugerbergbahn hoch zum Kriegerhorn und dann nach Oberlech ab zur Salome, bleibt aber alle hintendran.Auf geht's Freunde, wir fahren jetzt nach Lech ab und dann über den Rüfi nach Zürs zurück. Dort drüben links, siehst du den "Goldenen Berg". Nein, nicht das Hotel, den alten Bau. Da hat der SCK im Lauf der Jahrzehnte auch schon manch "grösseren Betrag" liegen lassen (egal, was jeder darunter versteht). Was, in dem alten Schuppen? Ja, genau dort!Ab nach Zürs, heute werden wir auf der Piste nicht alt, aber der Trittkopf geht schon noch. Der muss schon noch dran, als Sahnehäubchen unseres ersten Tages immer wieder ein Genuß.
Im Bus zurück nach Dornbirn, Konni erklärte noch den weiteren Zeitplan, schlug dann die Stunde unserer Entertainer Hans Huber und Georg Schaller: Witze kann man wirklich nicht besser darbieten, das Zwerchfell wurde gehörig strapaziert. Eigentlich hätten beide nach Veitshöchheim zum Frankenfasching (gleiches Datum) gehört. Aber dann hätten sie uns im Bus gefehlt.
Der Tag zwei wird in die Geschichte des SCK eingehen als der kälteste Tag am Arlberg. Minus 22° Grad, seid ihr alle wahnsinnig? Da jagt man ja keinen Hund vor die Tür - und ihr wollt skifahren? Sofort umkehren oder einkehren, aber schnell ....und der schneidige Wind. Wann haben wir die Kaminstube am Mooser Kreuz gebucht?
Nun, Steißbachtal, Gampen, Kapall, manche auch zum Rendl, oben ging's dann halbwegs. Aber die Kaminstube der Familie Kössler (von Konni vorgebucht) war dann schon der Aufhänger des Tages. Jeder hat sich über die Auftauphase gefreut, Kunststück bei toller Musik und Tiroler Schmankerln (und dann noch mit Gutschein). Auch unsere Raiffeisenbank in Buch hat sich wieder mit einer feinen „Naturaliengabe“ erkenntlich gezeigt. Glücksfee war wieder unsere Sportfreundin Birgt Schwartz. Alle haben das „Heizmaterial“ dankend angenommen.
So liebe Skifreunde, heute geht's nach Mellau/Damüls in den Bregenzer Wald. Mittlerweile gar nicht mehr so unbekannt. Ein Skigebiet, das man vor der Heimfahrt noch locker mitnehmen kann. Im ADAC Skiguide wurde es zum Topaufsteiger des Jahres 2010 gekürt. Pisten, Liftanlagen, Gastronomie, alles auf sehr gutem Niveau. Was bleibt hängen: Der gute Geist in der Truppe macht's aus, alle ziehen am gleichen Strang. Eine gute Organisation vorab, plus ein gutes Hauptquartier mit Wellness-Bereich und guter Verpflegung. Sehr gute Skigebiete, die für alle Leistungsstufen und Charaktere etwas bieten. Leider mussten wir auch einen verletzungsbedingten Ausfall wegstecken, aber unser Sportfreund Hans Hofer ist hart im Nehmen. Wir wünschen ihm nachträglich per SCK-Heft noch gute Besserung.Ein herzliches "Vergelt's Gott" auch an unseren Konni für die Organisation, mit der Bitte, seine "Arlberg Spezial" (heuer bereits die 8. Ausfahrt) auf jeden Fall weiter zu pflegen und zu hätscheln. Die Teilnehmer nehmens gerne an.
GZ
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